Wenn Sie diese Ausgabe des FCI Newsletters erhalten, wird die Ausstellungssaison schon in vollem Gange sein. Ihr Höhepunkt war natürlich die FCI Welt-Hundeausstellung 2012 (WHA) in Salzburg (A). Sie war für alle Ausstellungsbegeisterten ein wahres Fest. Ich möchte den Österreichischen Kynologenverband (ÖKV) und alle, die sich an der Organisation dieser Veranstaltung beteiligt haben, dazu beglückwünschen. Sie haben eine riesige Leistung vollbracht und den Kynologen besondere Erlebnisse ermöglicht.

Eine Kommentierung und Wertung der WHA finden Sie in diesem FCI Newsletter. Leider muss ich aber auf ein trauriges Vorkommnis aufmerksam machen: Es betrifft das Zurücklassen von Hunden in verschlossenen Fahrzeugen bei hohen Außentemperaturen. Der Rettungsdienst und die Polizei kontrollierten zwar die abgestellten Autos regelmäßig und forderten die Aussteller auf, zu ihren Autos zurückzukehren und die Hunde aus solch lebensbedrohenden Situationen zu befreien. Für einen der Hunde war es leider zu spät. Solche Situationen wiederholen sich regelmäßig an vielen Veranstaltungen.

Weiter

Stefan Stefik
FCI-Schatzmeister
5 Fragen für eine Ausstellung: Interview mit dem Präsidenten des Organisationskomitees der Ausstellung in Shenyang (CN) am 12. und 13. Mai, Herrn Zhang Boyu
M. Zhang Boyu

Wann wurde die Ausstellung zum ersten Mal abgehalten, und wie hat sie sich weiterentwickelt?

Die erste CKU Shenyang CACIB-Ausstellung und CAC-Ausstellung fand im Jahr 2009 statt.

Mit dem ständigen Wachstum der CKU begann sie, im Nordosten Chinas Hundeausstellungen zu organisieren, um unseren Mitgliedern in dieser Region besseren Service zu bieten.


Sind Sie mit der diesjährigen Veranstaltung zufrieden?

Es wurden rund 400 Teilnehmer verzeichnet, was ziemlich zufriedenstellend ist. Wir bedauern nur, dass keine Aussteller vom russischen Kynologenverband (RKF) erschienen waren. Im Jahr 2004 hatten sie an unserer Ausstellung in Harbin teilgenommen.


Als wie "international" ist diese Veranstaltung zu betrachten (Richter, Aussteller, usw.)?

Nicht nur hinsichtlich der Richter und Aussteller betrachte ich diese Ausstellung als "international". Die CKU hat keine eigenen Richter: Von Anfang an wurden alle Richter, die bei unseren Hundeausstellungen mitwirken, aus dem Ausland im Rahmen der FCI-Empfehlungen eingeladen, und mit Hilfe anderer nationaler FCI-Mitgliedsverbände. Es nehmen zahlreiche ausländische Aussteller an CKU-Hundeausstellungen teil: Wir verzeichnen Teilnehmer aus Japan, Korea und Thailand bei fast allen Hundeausstellungen. Ich hoffe darum, dass diese Art von internationalen Hundeausstellungen dazu beiträgt, dass alle Aussteller an Verständnis für internationale Zuchtstandards, Zuchttrends und deren Entwicklung gewinnen. Außerdem wünsche ich, dass sich unsere Mitglieder mit internationalen Ausstellern messen können, und mehr Hilfe von ausländischen Richtern erhalten. Die CKU kann zudem unseren Mitgliedern besseren Service bieten, was die Bedeutung von "internationalen" Hundeausstellungen ist.


Auf welche Strategie setzen Sie (ggf.), um mehr Aussteller und Besucher anzulocken sowie die Aufmerksamkeit der Medien zu gewinnen?

Die CKU verfügt über ihr eigenes Werbeprogramm für Hundeausstellungen. Wir vermitteln unseren Mitgliedern über den Internetauftritt, das Magazin und im Rahmen unserer Kooperation mit den Medien ausführliche Informationen. Wir organisieren auch örtliche Veranstaltungen für unsere Mitglieder und helfen ihnen bei der Teilnahme an unseren Hundeausstellungen. Zudem veröffentlichen wir auch Werbung in Lokalzeitungen, für die Hundeliebhaber vor Ort.


Mussten Sie bei der Vorbereitung und Organisation dieser Großveranstaltung spezifische (soziale, wirtschaftliche, länderspezifische, usw.) Umstände berücksichtigen?

Ich überprüfe stets, ob die CKU-Hundeausstellungen umweltfreundlich sind, sowie die Wetterbedingungen und andere Elemente. Diese Faktoren müssen berücksichtigt werden, da China ein sehr großes Land ist, dessen verschiedene Regionen eine sehr unterschiedliche Entwicklungsdynamik aufweisen, sowie ein sehr unterschiedliches Klima. Ein weiterer wichtiger Faktor, der berücksichtigt werden muss, sind Fälle höherer Gewalt, wie Naturkatastrophen, regierungsseitige Enteignungen von Ausstellungsorten, und so weiter.